Segeln – das ist für viele der Inbegriff des Bootsfahrens. Die Kunst, per Windkraft lautlos übers Wasser zu fahren, fasziniert Jung und Alt seit jeher. Denn obwohl Wetter und Wind – leider – nicht immer nach unsere Wünschen sind und man das Spiel der Naturgewalten hinnehmen muss, kann der Segler doch die Energie der bewegten Luft zu Fortbewegung in fast alle Richtungen nutzen. Damit das klappt muss außer dem Know-How natürlich auch die Ausrüstung stimmen, Boot und Beseglung aufeinander abgestimmt sein.

Trotz Hightech - Das Grundprinzip beim Segeln ist immer gleich

Hat das Segeln im Laufe der Jahrtausende auch allerhand technische Neuerungen erfahren – das Prinzip ist dabei immer gleich geblieben: Das Segelboot wird durch den Winddruck und die Luftströmung am Segel angetrieben. Der Antrieb entsteht durch die Kraftübertragung vom Segel auf den Mast, und von dort auf den Rumpf. Wird der Wind von hinten genutzt, treibt der Luftwiderstand der Segel das Boot. Rahsegler, wie die früher verwendeten Großsegelschiffe mit rechteckigen Segelflächen nutzen diesen Effekt.

Schratsegeln

Moderne Boote sind aber in der Regel mit dreiecksförmigen Schratsegeln ausgerüstet. Schratsegel nutzen den gleichen Effekt, der Flugzeuge in die Luft bringt, für den Vortrieb: Die Wölbung der Segel im Wind führt zur Kraftentfaltung quer zum Segel, dem Tragflächeneffekt. Damit kann besser als beim Rahsegeln in unterschiedlichen Winkeln zur Windrichtung gesteuert werden. Die entstehende Abdrift vom Kurs muss aber durch den Widerstand eines Kiels oder Schwertes unter Wasser aufgefangen werden. Je nach Winkel zwischen Kurs, Wind und Segel krängt das Boot dann – es geht in Schräglage. Beschwerte Kiele oder entsprechend großflächige Schwerter und die Rumpfform beeinflussen daher die Segeleigenschaften eines Bootes ebenso, wie Form, Anordnung und Größe der Segel.