Bootsformen
Im Verlauf der Geschichte haben sich die verschiedensten Bootsformen und Schiffsarten entwickelt

Die klassische Form eines Bootes basiert auf einem mehr oder minder stromlinlienförmigen Rumpf, dessen Aufgabe darin besteht, so viel Wasser zu verdrängen, dass der Rest des Bootes durch die entstehende Auftriebskraft über Wasser gehalten wird. Selbstverständlich muss das Material entsprechen wasserfest sein und je nach Verwendungsweise des Boots gewissen anderen Anforderungen genügen.
Katamarane - Boote mit mehr als einem Rumpf
Neben den Monohull (engl. für ein Boot mit nur einem Rumpf) gibt es auch Multihull genannte Boote mit mehreren Rümpfen. Katamarane – Boote mit 2 parallel zueinander stehenden gleich großen Rümpfen stellen inzwischen ein vertrautes Bild in vielen Häfen dar und sind allgemein bekannt. Aber es gibt auch Trimarane, bei denen ein größerer Hauptrumpf rechts und links von zwei kleineren Auslegerrümpfen flankiert wird. Auch asymmetrische Varianten von Auslegerbooten sind als besegelte Proas oder Auslegerkanus bekannt. Der Vorteil mehrerer Rümpfe ist vor allem die dadurch erzielte Kippstabilität ohne die Notwendigkeit zusätzlichen Ballastes. Dadurch ergibt sich, dass diese Bootstypen häufig leichter sind und damit schneller segeln können als vergleichbare Modelle.
Boote mit einem Rumpf der weit verbreiteste Bootstyp
Dennoch ist das auf einem Rumpf basierende Boot immer noch der am weitesten verbreitete Bootstyp – wohl auch aufgrund der einfacheren Bauweise, Handhabbarkeit und der effektiven Raumnutzung. Je nach Form des Rumpfes kann man Boote mit tiefem V-Boden, gemäßigter V-Boden und Rundspant-Boden oder sogar Plattboden unterscheiden. Bestimmt schon die Form des Rumpfes die Fahreigenschaften eines Bootes, so gilt dies um so mehr für Kiel oder Schwert eines Wasserfahrzeugs. Als Kielboote bezeichnet man solche, die einen fest eingebauten, beschwerten Kiel zur Stabilisierung aufweisen. Jollen hingegen, nennt man Boote bei denen ein Kielschwert eingesetzt oder entfernt werden kann – typischerweise ist das bei kleineren, leichten Segelbooten der Fall.
